IndienIndiens blutiger November
Die Anschläge in Mumbai - Eine Spurensuche
Am 26. November 2008 versetzen zehn Terroristen die 20-Millionen-Metropole Mumbai in Angst und Schrecken: An acht verschiedenen Stellen greifen sie mit Schnellfeuerwaffen an und nehmen Geiseln.
In den nächsten drei Tagen töten die Attentäter 175 Menschen und verletzen mindestens 250, bevor sie von den indischen Streitkräften festgenommen oder erschossen werden. Die Terroristen kommen aus Pakistan und gehören der Lashkar-e-Toiba (LeT), einer radikal-islamistischen Gruppierung, an. Die LeT wurde 2002 von der UN, den USA und der EU auf die Liste der gefährlichen Terrorgruppen gesetzt.
Drei Monate recherchierte das "Auslandsreporter"-Team in Indien und Pakistan, um den Hintergründen von Indiens blutigem November nachzugehen. Erstmalig konnte ein Kamerateam in den Camps und Madrassas der Lashkar-e-Toiba filmen. Autor Ashwin Raman gelingt es, ein Fischerboot zu mieten und ungehindert an der selben Stelle anzukommen, wie die Attentäter in jener Novembernacht. Die Spurensuche widerlegt, dass die Anschläge ohne einheimische Hilfe und lediglich anhand von Stadtplänen aus dem Internet durchgeführt werden konnten; und sie führt zu den Gründen, warum indische Muslime ausländischen Terroristen Hilfestellung anbieten.
Literaturtipp: Thomas Jäger / Anna Daun (Hrsg.): Geheimdienste in Europa Transformation, Kooperation und Kontrolle, VS-Verlag, 2009
Ein Film von Ashwin Raman
- Alle Sendetermine:
- 18.11.2009, 22.30 Uhr, Auslandsreporter, SWR Fernsehen
Letzte Änderung am: 06.11.2009, 10.32 Uhr
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