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Freilichtmaler der Südpfalz
Liebe zu Licht durchfluteten Landschaften
Keiner konnte die italienisch anmutende ländliche Idylle der Pfalz so wirkungsvoll auf die Leinwand bringen wie er. Seine impressionistischen Landschaftsbilder verschaffen ihm internationale Anerkennung. Ein großer Teil seines Lebenswerks entsteht in seiner Pfälzer Wahlheimat; dabei wird das Empfinden für die Atmosphäre der Landschaft immer intensiver und brillanter. Gerade in der Spätzeit zeigen die Licht durchfluteten Bilder die unzerstörbare Schönheit dieser Landschaft. – Als Slevogt in seinen künstlerischen Studienjahren in München lebt, sorgt er mit für damalige Zeiten gewagten Bildern (Danae, Tanz der Salome, Die Ringerschule) für den ein oder anderen Skandal, der ihm den Beinamen „Slevogt der Schreckliche“ einbringt. Nach seiner Übersiedelung nach Berlin wird er zu einem der begehrtesten Portraitmaler der höheren Gesellschaft. 1914 aber erwirbt er dann aus dem Familienbesitz seiner Frau das Landgut Neukastel bei Leinsweiler, wo er die Sommer verbringt, um zu malen. Die pfälzischen Landschaften zählen zu seinen eindrucksvollsten Bildern. Die schöne Pfalz mit den milden Weinbergen und Wäldern wird immer mehr zu Slevogts Rückzugsort. Auch Wand- und Deckenfresken hat er dort geschaffen, die man noch heute auf dem Slevogthof in Neukastel besichtigen kann.
| Lebenslauf | |
| 8. Oktober 1868 | Geburt in Landshut an der Isar als Sohn des Hauptmanns Friedrich Ritter von Slevogt und seiner Frau Carolin. |
| 1884 bis 1889 | Studium an der Münchner Akademie (bei von Hackl, Raupp, von Dietz). |
| 1890 | Er unternimmt eine Studienreise nach Italien; längerer Aufenthalt auf Capri. |
| 1898 | Heirat mit Antonie („Nini“ Finkler), zwei Kinder (Nina *1907, Wolfgang *1908) |
| 1909 bis 1913 | Häufiger Aufenthalt im schwiegerelterlichen Landhaus in Godramstein; Serie von Godramstein-Landschaften. |
| 20. September 1932 | Max Slevogt stirbt in Leinsweiler-Neukastel/Pfalz. |
| Meilensteine | |
| 1889 bis 1890 | Die ersten Landschaftsbilder im pfälzischen Neukastel entstehen. |
| 1897 | Erste Einzelausstellung in Wien. |
| 1899 | Max Slevogt beteiligt sich mit dem Gemälde „Danae“ an der Ausstellung der „Münchner Secession“. Das Bild wird aber wegen Obszönität aus der Ausstellung entfernt. |
| 1901 | Auf Veranlassung des bayerischen Prinzregenten Luitpold wird Slevogt zum Professor ernannt. – Im gleichen Jahr zieht er nach Berlin (zusammen mit Lovis Corinth) und wird Mitglied der „Berliner Secession“. |
| 1906 | Slevogt beginnt, Bühnenbilder und Kostüme für Max Reinhardts Kammerspiele des Deutschen Theaters zu entwerfen. |
| 1914 | Reise nach Ägypten. Dort entstehen 21 Gemälde sowie zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen. |
| Oktober 1914 | Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Slevogt als offizieller „Kriegsmaler“ an die Front geschickt. Der Krieg hinterlässt ihn desillusioniert und verstört. |
| 1928 | Ausstellung zum 60. Geburtstag an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. |
| 1929 | Reise nach Venedig. Anschließend bemalt er die Decke des Bibliotheksraumes in Neukastel |
Übrigens, wussten Sie schon...
dass...
Slevogt 1908/1909 Illustrationen zu J.F. Coopers “Lederstrumpf” schuf?
dass...
der französische Staatspräsident Francois Mitterand bei seinem Besuch in der Villa Ludwigshöhe über Slevogts Bild „Sommermorgen – Frau mit Sonnenschirm“ sagte: „Dieser Maler wusste noch das Glück festzuhalten“?
dass...
Slevogt Karikaturen für das Münchner Satireblatt „Simplicissimus“ gezeichnet hat?
Orte in Rheinland-Pfalz mit Bezug zu Max Slevogt
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Buchtipp:
Autor: Slevogt, Max
Titel: Max Slevogt in der Pfalz
Verlag: Deutscher Kunstverlag
Erscheinungsdatum: 2005
ISBN: 978-3-422-06587-1
Preis: 24,90 €
Letzte Änderung am: 15.08.2007, 08.33 Uhr