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Weltumsegler und Revolutionär
Abenteurer zwischen Natur und Politik
Dieser Mann hatte, als er 1794 mit 39 Jahren starb, eine Menge erlebt und gestaltet. In seine Lebensspanne fielen die Erkundung ferner Länder und der große Umbruch in der Geschichte Europas: Die Französische Revolution. An beidem war er hautnah beteiligt. Schon mit 17 begleitete er James Cook bei seiner zweiten Weltumseglung und beschrieb vor allem die Menschen, die er beispielsweise auf Tahiti gesehen hatte, auf einfühlsame Weise. Vielleicht war es der Traum von einer „paradiesischen" Gesellschaft, die ihn später in Mainz zum Anhänger der französischen Revolution werden ließ. Dass die Revolution sich zu einem blutigen Morden hin entwickelte, stieß ihn ab. Andererseits war für ihn, der die Eiswüste der Antarktis und Neu-Kaledonien gesehen und auf den Meeren die ganze Wucht der Natur erlebt hatte, auch die Revolution eine Art Naturgewalt. Nachdem die französischen Revolutionstruppen Mainz erobert hatten, wurde Forster zum Abgeordneten im revolutionären „Rheinisch-deutschen Nationalkonvent", einer in der Pfalz und Rheinhessen frei gewählten Volksvertretung. In dieser Funktion reiste er nach Paris. Er durfte aber nicht mehr zurückkehren. Die Preußen hatten Mainz inzwischen zurückerobert. Forster starb kurz darauf in Paris.
| Lebenslauf | |
| 27. November 1754 | Geboren in Nassenhuben bei Danzig |
| 1765 | Reise mit dem Vater nach Russland |
| 1785 | Heirat mit Therese, geborene Heyne |
| 5. Dezember 1792 | Frau Therese verlässt mit den drei Kindern Georg Forster.Sie hatte sich in Forsters Freund Huber verliebt. |
| 25. März 1793 | Reise nach Paris |
| 1794 | Gestorben in Paris |
| Meilensteine | |
| 1772 bis 1775 | Weltreise mit Kapitän Cook |
| 1777 | Mitglied der „Royal Society“ in London und andere Ehrungen. |
| 1778 | Professor für Naturgeschichte in Kassel |
| 1778 | Reiseerinnerungen erscheinen in englischer Sprache |
| 1784 bis 1787 | Universitätsbibliothekar in Vilnius (Litauen) |
| 1788 | Universitätsbibliothekar in Mainz |
| 1790 | Startet von Mainz aus zu einer ausgedehnten Beobachtungsreise (Niederlande, England, Frankreich) mit dem jungen Entdecker Alexander von Humboldt. |
| 23. Oktober 1792 | Zwei Tage nach der Besetzung von Mainz durch französische Revolutionstruppen gründete Georg Forster mit Gesinnungsgenossen den Jakobinerklub, der für die Ideale der Revolution warb. |
| Januar bis März 1793 | Redakteur von „Die neue Mainzer Zeitung oder Der Volksfreund“, eine Zeitung mit demokratischer Grundausrichtung |
| 1793 | Abgeordneter im Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent, der 1793 in Rheinhessen und der Pfalz frei gewählten Abgeordnetenversammlung |
Übrigens, wussten Sie schon...
dass...
Georg Forster schon im Alter von elf Jahren quasi perfekt Russisch sprach?
dass...
Georg Forster schon mit 13 Jahren sein erstes Buch veröffentlichte? Es war eine Übersetzung vom Russischen ins Englische.
dass...
Georg Forster als Universitätsbibliothekar in Mainz sich jahrelang um Zuschüsse zur Ausweitung und Pflege der Bibliothek bemühte, sie aber nicht erhielt?
Orte in Rheinland-Pfalz mit Bezug zu Johann Georg Adam Forster
Kandidaten mit Bezug zu Johann Georg Adam Forster
Links
Buchtipp:
Autor: Uhlig, Ludwig
Titel: Georg Forster. Lebensabenteuer eines gelehrten Weltbürgers (1754-1794).
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Erscheinungsdatum: 2004
ISBN: 978-3-525-36731-5
Preis: 42,90 €
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Autor: Forster, Georg
Titel: Reise um die Welt.
Verlag: Insel
Erscheinungsdatum: 1983
ISBN: 978-3458324577
Preis: 17 €
Letzte Änderung am: 14.08.2007, 08.57 Uhr