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Sportlerin und Politikerin Ingrid Mickler-Becker (97.)

Die Königin der Leichtathletik

Sportlerin mit sozialem Gewissen

Ingrid Mickler-Becker gehört zu den besten Leichtathletinnen der Welt, hat zwei Olympische Goldmedaillen errungen, stellte 16 deutsche Rekorde, einen Europa- und einen Weltrekord auf. Bei ihren ersten Olympischen Spielen 1960 in Rom war die 17-Jährige die Jüngste im Team. Unvergessen bleiben ihre olympischen Goldmedaillen im Fünfkampf in Mexiko 1968 und mit der 4x100-Meter-Staffel 1972 in München. Doch Sport allein war Ingrid Mickler-Becker zu wenig. Sie studierte in Mainz Sport, Pädagogik, Soziologie und Psychologie. Schon als Athletin war sie für klare Standpunkte bekannt, eine Eigenschaft, die sie auszeichnet. Diese Frau, die sich selbst als „in der Sache progressiv und im Innern wertkonservativ" bezeichnet, übernahm in Gremien wie dem Deutschen Sportbund oder dem Landesfrauenbeirat der CDU Verantwortung. 1990 wurde sie Staatssekretärin im Sozialministerium Rheinland-Pfalz. In ihren unterschiedlichen Funktionen kämpfte sie stets für Benachteiligte, insbesondere für die Rechte der Frau. Bis heute ist sie für Wohltätigkeitszwecke im Einsatz. Charmant, aber bestimmt weiß sie zu überzeugen und zeichnet sich durch eine eher seltene Eigenschaft aus: Glaubwürdigkeit.


Lebenslauf
26. September 1942Geburt in Geseke, Westfalen
1968Wechsel vom VfL Geseke zum USC Mainz und Umzug nach Mainz
1969Heirat
1973Abschluss des Lehrerstudiums mit der Auszeichnung Bestes Examen des Jahres an der Universität Mainz
1977Geburt des Sohnes Philipp
bis 1987Gymnasiallehrerin für Sport und Sozialkunde in Mainz

Meilensteine
1960 und 1964Teilnahme an Olympischen Spielen
1968Goldmedaille im Fünfkampf bei den Olympischen Spielen in Mexiko
1968Wechsel vom VfL Geseke zum USC Mainz
1968 und 1971jeweils Sportlerin des Jahres
1969Rudolf-Harbig-Preis für vorbildhaftes Auftreten
1971Europameisterin im Weitsprung und mit der 4x100-Meter-Staffel
1972Goldmedaille und Weltrekord mit der 4x100-Meter-Staffel in München
1977Ernennung zum persönlichen Mitglied im Nationalen Olympischen Komitee
1990Ernennung zur Staatssekretärin im Sozialministerium Rheinland-Pfalz 2005
2005Goldene Sportpyramide der Stiftung Deutsche Sporthilfe für ihr Lebenswerk

Übrigens, wussten Sie schon...

dass...
Ingrid Mickler-Becker gerne Fußballerin geworden wäre? Früher galt Fußball jedoch als Männersport, der sich für Mädchen nicht schickte.

dass...
Ingrid Mickler-Becker Joggen zuwider ist?

dass...
Ingrid Mickler-Becker bis 1968 nur ein Mal pro Woche trainiert hat? Als Ausnahmetalent brauchte sie nicht mehr Vorbereitung für ihre Höchstleistungen.


Orte in Rheinland-Pfalz mit Bezug zu Ingrid Mickler-Becker

  • Universität und Universitätssportclub Mainz

    Verein, Trainings- und Studienort
     
  • Sozialministerium Rheinland-Pfalz

    Staatssekretärin

  • Landessportbund Mainz

    Diverse Funktionen

Kandidaten mit Bezug zu Ingrid Mickler-Becker

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Letzte Änderung am: 14.08.2007, 08.52 Uhr

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