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Fastnachter, Kabarettist Herbert Bonewitz (33.)

Der widerspenstige Fastnachter

„Revoluzzer der Narren“

Sein Auftritt als „Prinz Bibi" in der Fernsehsitzung 1974 ist bis heute unvergessen. Er mokiert sich auf der Bühne nicht nur über den Elferrat, sondern macht auch Späße über das Publikum. Nicht zu vergessen das Fernsehen: „Spaß beiseit, genug gelacht, jetzt ist Fernsehfastnacht". Als Herbert Bonewitz im November 1933 kurz vor Beginn der Narrenzeit um 11.00 Uhr das Licht der Welt erblickt, war die erste Bemerkung der Hebamme „der kreischt ja wie närrisch". Damit, so Bonewitz, "war mein Leben vorprogrammiert". Im Kindergarten und in der Schule spielte er den Clown, bei den Bühnenauftritten beim Gonsenheimer Carnevalverein den Gummimenschen und beim legendären Fastnachtschor „Die Gonsbachlerchen" hatte er die Fäden in der Hand.
Ob als musikalischer Leiter am Klavier, als Akrobat oder als Solist - als Redner ohne Bütt – sein hintersinniger Wortwitz gepaart mit Komik kam ihm auch beruflich bei seiner PR-Arbeit für ein Unternehmen zugute.
In der Lebensmitte schlägt er einen ganz neuen Weg ein. Er kündigt bei seiner Firma und verabschiedet sich auch von der närrischen Karriere. Der Grenzgänger zwischen Fastnacht und Kabarett hat sich entschieden, ermutigt durch seinen Freund Hanns Dieter Hüsch. Als selbständiger Kabarettist reist er bis 1999 auf Tourneen durch das gesamte Bundesgebiet.


Lebenslauf
09. November 1933Herbert Bonewitz wird in Mainz geboren. Sein Vater Josef und seine Mutter Aenne betreiben ein Tabakgeschäft am Neubrunnenplatz.
27. Februar 1945Zerstörung des Elternhauses beim schlimmsten Bombenangriff auf Mainz, Umzug zu den Großeltern nach Gonsenheim
1953Abitur
1958Herbert Bonewitz heiratet Barbara, geb. Heye
1959 bis 1983Werbetexter später PR-Manager bei Papierhersteller Hakle

Meilensteine
17. Februar 1955Bei der Fernsehpremiere von „Mainz, wie es singt und lacht" war er am Flügel als Begleiter des Gesangstrios „Dippelbrüder" dabei.
1960 bis 1981Musikalischer Leiter des legendären Fastnachtschors Gonsbachlerchen
1975Kabarettprogramm im Mainzer Unterhaus: „Ein Narr packt aus“.
1983Als er 50 Jahre alt wurde und sein 25-jähriges Jubiläum bei Hakle beging, entschloss er sich zu einem radikalen Rollenwechsel.
1984 bis 2001Selbständiger Kabarettist
März 2001Abschied von der Kabarettbühne – Verleihung der „Ehrenglocke“ im Mainzer Unterhaus
10. Februar 2002Herbert Bonewitz erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande von Ministerpräsident Kurt Beck.
07. Juli 2006Herbert Bonewitz erhält den Stern der Satire auf dem sogenannten „Walk of Fame“ vor dem Mainzer Unterhaus

Übrigens, wussten Sie schon...

dass...
der Opa Emil stolzer Besitzer des Kinos „Filmbühne“ in Gonsenheim war und Klein- Herbert bereits vor dem Krieg dort als begeisterter Stammgast Stummfilme ansah?

dass...
Herbert Boneweitz als Domspatz von 1942 bis 1944 im Mainzer Domchor mitgesungen hat?


Orte in Rheinland-Pfalz mit Bezug zu Herbert Bonewitz

Kandidaten mit Bezug zu Herbert Bonewitz

  • Hanns Dieter Hüsch

    Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch, von Anfang an mit der Mainzer Kleinkunstbühne eng verbunden Er war es auch der Bonewitz 1975 in das Unterhaus holte.


  • Jockel Fuchs

    Der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister war ein Vollblutfastnachter und Fan der Gonsbachlerchen, besonders von Herbert Bonewitz, weil der die Fastnacht auch mal kritisch hinterfragte.

Links

Buchtipps zu Herbert Bonewitz:

Autor: Herbert Bonewitz
Titel: BoneWitziges Satirikum
Verlag: Bonewitz Communication
Erscheinungsjahr: 2006
ISBN-13: 978-3-00-02044-5
Preis: 14,95 €
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Autor: Herbert Bonewitz
Titel: Gereimtes Leben
Verlag: Bonewitz Communication
Erscheinungsjahr: 2004
Preis: 11,95 €

Letzte Änderung am: 14.08.2007, 08.49 Uhr

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