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FILMZ-Festival in Mainz 2009 Mario Adorf - Weltstar aus der Eifel

Rückblick auf eine Ausnahmekarriere

Mario Adorf war 2009 Ehrengast des FILMZ-Festivals in Mainz, das dem in der Eifel aufgewachsenen Schauspieler eine Retrospektive widmete. Im Gespräch mit SWR.de und "Landesart" blickte der damals 79-jährige Weltstar auf seine Karriere zurück.

SWR: Herr Adorf, wenn Sie auf Ihr Lebenswerk zurückblicken, sind Sie manchmal nicht selbst erstaunt, was Sie alles gemacht haben? Haben Sie noch alles im Kopf?

Mario Adorf: Ja, das meiste habe ich noch im Kopf. Aber manchmal habe ich Mühe, mich mit den Personen zu identifizieren, die ich in den ersten Filmen gespielt habe. Dann ist es leicht merkwürdig und fremdartig, mich zu sehen. Manches kommt einem wiederum bekannt vor. Man beurteilt sich und sagt: "Das war nicht so gut". Oder: "Das war gar nicht schlecht, das hätte ich heute wahrscheinlich genauso gemacht."

Was waren die Meilensteine in Ihrer Karriere?

Da gibt es verschiedene Stationen. Mein Beruf teilt sich auf in Theater, Fernsehen und Film. Jedes Medium hatte seine besonderen Momente. Beim Theater denke ich an die Rolle des Arturo Ui (Theaterstück von Bertolt Brecht), an Stanley Kowalski in "Endstation Sehnsucht" und den Othello.

Beim Fernsehen war ich schon, als noch live gespielt wurde. Da gab es einen Umbruch für mich mit den großen Rollen wie in "Der große Bellheim" und "Der Schattenmann".

Mit welchem Ihrer Filme sind Sie besonders zufrieden?

International hat "Die Blechtrommel" die größte Rolle gespielt. Aber privat hat mir "Bomber und Paganini" von 1976 am besten gefallen. Das war zwar nicht der ganz große Welterfolg, aber eine sehr schöne Arbeit, ein gegen den Strich gebürsteter Film. Er ist mir als besonders gelungen in Erinnerung geblieben.


Letzte Änderung am: 27.11.2009, 22.15 Uhr

FILMZ-Festival in Mainz 2009

Im Programm

Mario Adorf freut sich über den Deutschen Filmpreis Mario Adorf zum 80. Geburtstag Aus der Eifel in die Welt