Vom jüngsten Landtagsabgeordneten zum jüngsten Ministerpräsidenten: Der junge Helmut Kohl tritt mit 16 in die CDU ein, mit 29 ist er der jüngste Landtagsabgeordnete. Wie viele seiner Altersgenossen empfindet Kohl die CDU in Rheinland-Pfalz als altbacken und verkrustet - und fängt an, sie umzukrempeln.
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Als Helmut Kohl am 19. Mai 1969 zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz vereidigt wird, ist er gerade 39 Jahre alt. Der jüngste Regierungschef eines deutschen Bundeslandes präsentiert sich als "Reformer".
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Helmut Kohl soll nun auch für die CDU die Bundestagswahl gewinnen. Als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident und seit 1973 CDU-Bundesvorsitzender wird er Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 1976. Kohl verliert knapp und geht als Oppositionsführer nach Bonn.
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"Kanzler der Einheit", "Architekt des vereinten Europas" - so lauten Anfang der 1990er Jahre die Lobeshymnen auf Helmut Kohl, der mittlerweile seine dritte Amtszeit als Bundeskanzler erlebt. Doch innenpolitisch herrscht Stagnation.
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Ein knappes Jahr nach der Wahlniederlage stürzt die Spendenaffäre die CDU und Helmut Kohl in eine tiefe Krise, deren Auswirkungen bis heute andauern. Vor allem Kohls Weigerung, die Namen der Spender zu nennen, nehmen ihm viele Parteifreunde übel.
[mehr zu: Das Denkmal Kohl stürzt vom Sockel]
Auf dem Höhepunkt der Spendenaffäre hat Altkanzler Kohl mit vielen Weggefährten und Freunden gebrochen. Er tritt nur noch selten öffentlich auf, etwa um seine Memoiren vorzustellen. Privat hat Kohl ein neues Glück gefunden.
[mehr zu: Privat neues Glück - politisch bleiben Wunden]