Zahlen und züchtigen - Treibt Merkel Europa in den Ruin? Es ist eiskalt in Europa. Während Väterchen Frost das Klima im eisigen Griff hat, kühlt Bundeskanzlerin Merkel die Stimmung in der EU merklich herab. In Europa ist schon die Rede von der "eisernen Kanzlerin", in Karikaturen wird Merkel mit Pickelhaube präsentiert.
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Rainer Brüderle, FDP, Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag
"Wenn Athen nicht nachweist, dass es seine Strukturreformen und Sparziele schafft, dann muss und wird es Konsequenzen geben." (Allgemeine Zeitung Mainz, 1. Februar 2012)
"Es wäre zwar bitter, aber ein Staatsbankrott Griechenlands wäre notfalls beherrschbar." (Allgemeine Zeitung Mainz, 1. Februar 2012)
"Wir wollen kein neues Monster der Finanzadministration machen." und "Arbeitsplätze wären gefährdet. Geschäfte würden aus dem stärker regulierten deutschen Markt in unregulierte Märkte gedrängt." (zur Finanztransaktionssteuer, Mitte Januar in Berlin und in der "Welt am Sonntag")
Gregor Gysi, Die Linke, Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag
"Wir können doch nicht Europa kaputtgehen lassen wegen einer sterbenden FDP." (Zur Blockadehaltung der Liberalen bei der Finanztransaktionssteuer, 17. Januar 2012)
"Es würde auch schon genügen, wenn sie in Deutschland und Frankreich eingeführt wird." (Mitte Januar in Berlin)
"Ich glaube, dass die amerikanischen Ratingagenturen und die Banken einen Krieg gegen die europäischen Völker führen." (Mitte Januar in Berlin)
"Im Moment wird die europäische Idee nicht vertreten, sondern eher zerstört." (Ende Dezember 2011 in Berlin)
Rechts blind – links blindwütig - Nichts gelernt aus der Geschichte? Der Bundestag wollte es genau wissen und hat jetzt erschreckende Gewissheit: Jeder fünfte Deutsche zeigt judenfeindliche Einstellungen. Die Studie der Fachleute weist auf Antisemitismus in „erheblichem Umfang“ in Deutschland hin. Gleichzeitig erfährt die Öffentlichkeit, dass über viele Jahre eine rechtsextreme Terrorzelle namens NSU mordend durch Deutschland ziehen konnte. Und der scheinbar unkontrollierbare Geheimdienst blickt nach links offenbar genauer. Dabei macht er auch nicht vor prominenten Bundestagsabgeordneten Halt.
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"Der Rechtsextremismus ist in Terrorismus umgeschlagen." "Wir dürfen mit dem Verbotsantrag gegen die NPD nicht scheitern." "Es kann sein, dass die Liste der überwachten Linke-Abgeordneten noch länger wird."
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Wulffsrudel: Die Republik der Spötter „Wehr-Wulff“, „Schaf im Wulffspelz“, „bei Anruf Wulff“: Der Bundespräsident wird von Presse, Fernsehen, Internet und Zeitungen häufig nur noch verhöhnt und verspottet, als Fastnachts- und Karnevals-Attraktion steht ihm weitere Häme bevor. Respekt vor Amt und Person gibt es im Fall Wulff nicht mehr. Unterdessen nimmt kaum noch jemand die neue Kritik am Verhalten des Bundespräsidenten wahr. Bobbycar, Bonusmeilen, Hotel-Hochstufungen. Die Kritik wird immer kleinteiliger und meist kleinlicher. Verschanzt im Schloss Bellevue hat Wulff den schlimmsten Sturm, wie es scheint, überstanden.
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LEIF extra Mit dem Präsidenten des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert Plagiatsaffäre, Kreditaffäre, Medienaffäre – die Negativschlagzeilen über Spitzenpolitiker nehmen kein Ende. Rücktritte und Flucht aus den Ämtern sind an der Tagesordnung. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) beklagt einen "massiven, flächendeckenden Vertrauensverlust". Trifft das zu? Über diese und andere spannende Fragen diskutiert Thomas Leif mit Norbert Lammert.
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"Die meisten Parlamentarier sind sich des Vertrauensverlustes in der Bevölkerung bewusst." "Christian Wulff führt sein Amt in beachtlicher Weise." "Das Amt des Bundespräsidenten hat bislang keinen irreparablen Schaden genommen." "Wir haben schon jetzt ein großes Maß an Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen."
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dpa "Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) befürchtet, dass die Affäre das Vertrauen in das höchste Staatsamt beschädigen könnte. In der SWR-Talkshow «2+Leif» sagte Lammert: «Das Amt ist nicht irreparabel beschädigt, aber je länger eine solche Auseinandersetzung dauert, desto mehr strapaziert sie neben dem Amtsinhaber auch das Amt."
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„Azubi im Amt: Der Fall des Christian Wulff“ Hauskredit zu günstigen Konditionen, telefonische Drohungen an die Bild-Zeitung, dilettantisches Krisenmanagement, Salamitaktik, Uneinsichtigkeit in die eigene Unzulänglichkeit. Kopfschütteln in den eigenen Reihen über den selbsternannten Azubi im höchsten politischen Amt. Hält Merkel weiter ihre Hand über den Bundespräsidenten? Wie nachhaltig hat Christian Wulff das Amt beschädigt? Welche Anforderungen sollte ein Bundespräsident erfüllen? Welche Rolle spielen die Medien in diesem Schauspiel?
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Zu Gast am 09.01.2012
Peter Altmaier, CDU, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion "Die Mehrheit will Wulff eine zweite Chance geben" "Wulff hat als Bundespräsident gute Arbeit geleistet"
Zu Gast am 09.01.2012
Jakob Augstein, Journalist und Verleger der Wochenzeitung „Der Freitag“ "Gegen Wulff läuft keine Medienkampagne" "Wir schrieben bei Wulff zum Teil am Leser vorbei"
Rat der Weisen - Wohin treibt uns die Krise? 2011 waren Krisen und politische Umwälzungen an der Tagesordnung. Vor allem das Banken- und Schuldendesaster in Europa hat allgemein zu großer Verunsicherung und zu Zukunftsängsten geführt. „Es besteht insgesamt Anlass, sich Sorgen zu machen, und zwar wegen des großen Vertrauensverlustes, der eingetreten ist durch die Finanzkrise“, sagt einer der Architekten Europas, Hans-Dietrich Genscher.
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Vergessen und verdrängt: Der verlorene Krieg in Afghanistan Vor zehn Jahren rückt die Bundeswehr in Afghanistan ein. Die Erwartungen an den NATO-Einsatz sind groß: das Taliban-Regime stürzen, dem Terrorismus vorbeugen, das Land demokratisieren. Heute, zehn Jahre später muss der Krieg als verloren gelten: Tausende tote Zivilisten, gefallene deutsche Soldaten, traumatisierte Rückkehrer, die Taliban kaum geschwächt, Kosten in Milliardenhöhe.
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Zu Gast am 28.11.2011
Peter Scholl-Latour, Journalist und Buchautor
"Das kommende Problem wird Pakistan sein."
"Unsere Soldaten waren nur unzureichend für Afghanistan ausgerüstet."
"Die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert sich zusehends."
Im Namen des Volkes: Was wird aus Stuttgart 21? Am 27. November stimmt Baden-Württemberg über das Mega-Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ ab. Damit soll der jahrelange Streit um das hochumstrittene Projekt in die letzte Runde gehen. Nach wie vor stehen sich Befürworter und Gegner unversöhnlich gegenüber. „Die Bahn hat über Jahre die Öffentlichkeit und die zuständigen politischen Gremien nicht richtig informiert“, sagt Grünen-Verkehrsminister Hermann. Der Konzern bestreitet dies vehement und wirft dem Verkehrsministerium selbst „taktische Verzögerungen“ vor.
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Zu Gast am 21.11.2011
Winfried Hermann, Bündnis´90/Die Grünen, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg
"Die Mobilisierung der Bevölkerung gegen S21 ist sehr hoch."
"Werden die Kosten von 4,5 Milliarden überschritten, muss die Bahn zahlen."
Zu Gast am 21.11.2011
Volker Kefer, Vorstand Technik und Infrastruktur Deutsche Bahn AG
"Wie rechnen mit einer deutlichen Mehrheit für den Bahnhof."
"Wir können das Bahnhofsprojekt nicht im Dissens durchziehen."
"Steigt die Landesregierung aus, müssen wir uns gerichtlich einigen."
Links blinken, rechts abbiegen: Der gemerkelte Mindestlohn Statt eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns will CDU-Chefin Merkel nur Lohnuntergrenzen und diese nicht allgemein, sondern regional und unterschiedlich. Der Wirtschaftsflügel scheint sich gegen die Arbeitnehmervertreter in der CDU durchgesetzt zu haben. Am Montagnachmittag wollen die Christdemokraten auf ihrem Bundesparteitag eine Entscheidung treffen. Doch egal, was da in Leipzig beim Kreisen des Berges herauskommt, der Koalitionspartner winkt - noch - ab.
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Zu Gast am 14.11.2011
Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall
"Auch nach dem CDU-Beschluss werden die Menschen nicht von Niedriglöhnen leben können."
"Wo die Gewerkschaften zu schwach sind, ist der Staat gefragt."
"Aufstocker kosten den Steuerzahler 10 Milliarden Euro pro Jahr."
Zu Gast am 14.11.2011
Martin Lindner, FDP, stellv. Fraktionsvorsitzender im Bundestag
Auf Crashkurs: Reißen die Griechen alle in den Abgrund? Chaos ist griechisch und heißt Unordnung oder Verwirrung. Besser lässt sich das aktuelle politische Geschehen in Griechenland nicht beschreiben. Höhepunkt der Verwirrung war die von Regierungschef Papandreou im seltsamen Alleingang angestrebte Volksabstimmung über das Euro-Hilfspaket. Politiker und Finanzmärkte zeigten sich geschockt. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy wollen jetzt offenbar mit harter Hand führen.
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Zu Gast am 7.11.2011
Wolfgang Bosbach, CDU, Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag
"Griechenland wird in absehbarer Zeit kein Geld auf den Märkten bekommen."
"In Italien ist die Regierung das Problem, nicht die Wirtschaft."
"Die Politik machen wir - und nicht die Banken!"
Zu Gast am 7.11.2011
Heiko Maas, SPD, Partei- und Fraktionsvorsitzender im Saarland
"Die Kanzlerin hat in der Krise viel zu zögerlich reagiert."
"Ein Euro-Austritt Griechenlands würde andere Staaten nachziehen."
Anatolien in Almanya: 50 Jahre vergebliche Integration? Hunderttausende deutsch-türkische Gastarbeiter kamen in den 60er Jahren nach Deutschland. Viele von ihnen sind geblieben, nur wenige haben in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Besonders türkische Jugendliche weisen einen geringen Grad an Integration auf. Wer ist schuld an dieser Entwicklung?
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Zu Gast am 31.10.2011
Tayfun Bademsoy, deutsch-türkischer Schauspieler
"CDU und besonders CSU haben in der Integrationspolitik versagt. Die Debatten um Leitkultur und die Ausländer-Kampagnen à la Koch haben die Integration der Türken erschwert." (gegenüber 2+Leif)
"Die Politiker müssen mehr auf Bildung achten, besonders die Hauptschulen gehören abgeschafft. Da werden die Türken doch nur geparkt." (gegenüber 2+Leif)
"Die Türkei gehört zur Europäischen Union. Sie ist sicher schon europäisiert." (gegenüber 2+Leif)
"Die Türken wurden von den Deutschen dazu genötigt, sich abzuschotten." (in 2+Leif)
Zu Gast am 31.10.2011
Erwin Huber, CSU, ehemaliger Parteivorsitzender und Wirtschaftsminister in Bayern
"Der türkische Premier sollte seine Landsleute in Deutschland auffordern, deutsch zu lernen." (in 2 + Leif)
"Wer unsere Sprache nicht lernt, kann sich nicht integrieren." (in 2 + Leif)
"Wer Hartz IV bezieht, sollte einen Deutschkurs machen zu müssen." (in 2 + Leif)
Thomas Leif erzählt, was ihn an der neuen Aufgabe als Moderator einer Talksendung reizt, was an seiner Sendung anders sein wird und welche Streitkultur die Zuschauer erwarten können.
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Mal ironisch, mal provokant, aber immer mit dem Ziel der besten Information für die Zuschauerinnen und Zuschauer - so soll die Auseinandersetzung laufen. Und nach dem Slogan: Klar. Kantig. Kontrovers.
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Ein Blick hinter die Kulissen von Manfred Schmidts Feier-Universum. Der kamerascheuen Impresario steht in den Schlagzeilen, seitdem die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittel. Er soll für seine Party-Geschäfte Olaf Glaeseker, den früheren Sprecher von Bundespräsident Wulff, bestochen haben.
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